Google in Afrika: Die Expansion des Internetunternehmens auf dem Kontinent mit dem niedrigsten Internetzugang

Eingereicht von Stefan B.

Afrika ist hinter Asien im Bereich Bevölkerung und Landmasse der zweitgrößte Kontinent auf diesem Planeten. Jedoch sind manche Bereiche deutlich geringer entwickelt als diese Position vermuten lässt, obwohl  Milliarden Menschen auf dem schwarzen Kontinent leben. Alle Menschen Afrikas benötigen gerade einmal 4% der weltweit verfügbaren Elektrizität. Doch die Möglichkeit Internet in Afrika zu bekommen wächst, denn es gibt auch gute Nachrichten für afrikanische Internetnutzer die in Gebieten leben welche über eine gute Netzwerkfähigkeit verfügen und  wo sich Online-Kulturen rapide verbreiten. Es wird nur sehr wenig Energie benötigt, um ein Telefonnetzwerk zu betreiben. Dies ist ein wesentlicher Grund, weshalb Mobiltelefone immer mehr die neuen Computer werden. Laut der Frühjahrsausgabe 2011 des Intelligent Life Magazine, werden bis 2014 mehr als 69% der Mobiltelefone in Afrika einen Internetzugang haben. In Nigeria nutzen 90% aller Internetnutzer im Alter von 18 bis 2 ihre Mobiltelefone deutlich häufiger als ihre Notebooks oder Computer laut einer Umfrage die von dem Suchmaschinenanbieter Opera durchgeführt wurde. Reuters schätze zu diesem Zeitpunkt ebenso, dass sich der allgemeine Internetzugang in Nigeria bis 2013 verdreifachen wird. Daher wird Afrika immer mehr zu einem wichtigen Wirtschafts- und Investmentfeld für Suchmaschinen, wie auch für die Optimierung für Suchmaschinen.

Bereits 2009 erkannte Google, als man probierte den Service in Afrika auszubauen, die Leidenschaft für Mobiltelefone die auf dem schwarzen Kontinent herrscht. Damals konzentrierte sich Google im Wesentlichen auf technische Verbesserungen in Bereich SMS. Google wird allgemein als eine der Hauptunternehmen angesehen, welche die digitale Sphäre Afrikas derzeit dominieren. Diese Position probiert Google immer weiter auszubauen während das Unternehmen gleichzeitig daran arbeitet, Marktzutrittsbeschränkungen in puncto Preis und Sprache zu eliminieren. Es ist eine allgemein akzeptierte Tatsache, dass Afrikaner heutzutage immer noch mehr für einen Broadbandzugang zahlen, als europäische Länder. In den letzten Jahren versuchte Google dieses Preisproblem zu drücken, indem es data caches in Afrika etablierte. Über die letzten Jahre hinweg, probierte das global agierende Suchmaschinenunternehmen mehr und mehr Afrikanern einen Onlinezugang auf dem Kontinent zu ermöglichen. In Folge dessen, erweiterte das Unternehmen auch seine Lokalinformationen und Inhalt bezüglich Afrika und dem Engagement des Unternehmens. Beispielsweise startete Google sein Programm Get African Business Online (GABO), ein Pilotprojekt um nigerianische Unternehmen darin zu stärken, ihren Onlineservice voranzubringen. Google erkannte weiterhin die Vorteile die es bringt, mit afrikanischen Universitäten im Sub-Sahara-Raum zusammenzuarbeiten mit dem Ziel, den Internetzugang für afrikanische Stunden zu vergrößern und zu verbessern. Laut dem Onlinedienst thenextweb.com waren weitere Initiativen des Unternehmens der Dienst Barazo, welcher ein kostenloses Frage und Antwort Service für afrikanische Nutzer ist, in lokalen afrikanischen Sprachen nach bestimmten Produkten suchen kann, die Möglichkeit für kostenlose SMS bietet, sowie Gesundheit- und Landwirtschaftsratschläge beinhaltet. Im Januar 2012 annoncierte Google eine neue mobile Version des Google Traders, eine SMS-basierte „Marketplace“-Anwendung die Käufer und Verkäufer in Ghana, Kenia, Nigeria und Uganda darin unterstützt, sich gegenseitig zu lokalisieren und miteinander in Kontakt zu kommen.

 

Im Bereich ‚Sprache‘ entwickelte Google jedoch einen der interessantesten Pläne bisher. Denis Gikunda, Programmmanager für afrikanische Sprachen bei Google, annoncierte vergangenes Jahr, dass der Suchmaschinenanbieter seine Homepage in mehr als 30 afrikanischen Sprachen anbot. Insgesamt gibt es nach Schätzungen weit mehr als 100 verschiedene afrikanische Sprachen die von mehr als einer Milliarde Menschen gesprochen werden. Laut einem Report im Jahr 2011 konzentrierte sich Google im Wesentlichen auf die primärsten und am häufigsten gesprochenen Sprachen Afrikas: Swahili, Amharisch, Wolof, Hausa, Afrikaans, Zulu und vermutlich Setswana und Somali (zusätzlich zu den Sprachen Englisch, Arabisch, Französisch und Portugiesisch). Gikunda erklärte außerdem in einem Interview am 22 Februar 2011, dass Google mit einem Sprach-aktiviertem Emailprogramm experimentierte und mit Internetsuchanwendungen für verschiedene afrikanische Sprache mit dem Ziel, ein besseres Bildungsniveau innerhalb der oftmals nur mangelhaft gebildeten Bevölkerung zu erreichen.

Anfang 2012 erklärte allafrica.com das Kenia mit 63% die am stärksten wachsende Mobilfunkzugangsrate innerhalb Afrika verzeichne. Im Vergleich dazu, wurden 2009 gerade einmal drei Millionen Internetnutzer in Afrika registriert, wohingegen diese Zahl innerhalb der letzten vier Jahre auf 11 Millionen Nutzer anstieg. Auch wenn diese Zahlen vielversprechend aussehen und die Flexibilität und vielseitige Anwendbarkeit von Mobiltelefonen die Art und Weise wie Millionen Menschen ihr Leben leben verändert, so ist und bleibt der Mobilfunkzugang in Afrika mit 60% der Niedrigste im weltweiten Vergleich.

1 Anmerkung

  1. von Stefan Bach bei anonnewsde eingereicht
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